 |
Der Ort Pretzien
wurde wahrscheinlich zwischen 650 und 900 als slawische
Rundsiedlung gegründet, dieses lässt der alte Dorfkern noch
heute erkennen. |
 |
Erste urkundliche
Erwähnung fand Pretzien im Jahre 1151 (die Daten einer früheren
Nennung im Jahre 1147 werden gerade geprüft), hier wird der Name
"Brithzin" genannt. Der Name ist sorbischen Ursprungs und wird
von "Breza" (Birke) abgeleitet, was soviel bedeutet wie "Ort bei
den Birken". Die Wenden, die den Ort gründeten, entlehnten den
Namen der Natur. |
 |
Um 1140 erfolgte
der Bau der Pretziener Kirche im Auftrage des Markgrafen
"Albrecht der Bär" von
den Chorherren des Leitzkauer Praemontstratenserklosters. Die St. Thomas Kirche ist eine der
ersten ostelbischen, einschiffigen Saalraumkirchen, die mit
einheimischen Quarzitbruchsteinen erbaut wurde.
|
|
|
|
|
|
Alte Karte von Pretzien mit Hafen,
Wehr und Gaststätte |
 |
|
|
 |
Steinbruchabbau
fand in Pretzien wahrscheinlich schon vor 1100 statt. Beweise
dafür findet man an der Petri-Kirche zu Leitzkau (1114), sowie
am Dom zu Havelberg (1150), die mit Quarzitstein aus unserer
Gegend gebaut wurden, um nur Einige zu nennen. |
 |
Um 1590 zählte
Pretzien dreißig Einwohner, die alle dem Zisterzienser
Nonnenkloster in Plötzky lehn- und zinspflichtig waren, die
großen Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges ließen die
Anwohnerzahl auf sechs zurückgehen. |
 |
Im Dreißigjährigen
Krieg (1618-1648) wurde Pretzien von Plünderung und
Brandschatzung durch schwedische Kriegsvölker heimgesucht,
zahlreiche Gehöfte, die noch nicht niedergebrannt waren, wurden
verlassen. |
 |
1769 wurde der
schadhafte Kirchturm der St. Thomas Kirche abgetragen, in den
folgenden Jahren wurde ein neuer, höherer erbaut. |
 |
1796 erfolgte der
Turmoberbau der St. Thomas Kirche mit Zwiebelturm in
Fachwerkbauweise. |
|
|
|
|
|
Hausmusik, musiziert wurde nicht nur
zu besonderen Anlässen |
 |
|
|