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Bei kritischem Hochwasser der Elbe und
Erreichen
des Pegelstandes von 5,92 m am Messpunkt Barby/Elbe
wird das Wehr gezogen. Die Berechnung einer zuverlässigen
Wasserstandsvorhersage erfolgt zuvor mit Hilfe eines rechnergestützten
Elbmodells. Um das Wehr zu öffnen, müssen insgesamt 324 Schutztafeln mit
Hilfe von Elektrowinden hochgezogen werden. Anschließend werden die
freistehenden Losständer mit besonderen Winden ausgeklinkt und
gewinkelt, um einen freien Durchfluss auch bei Eisgang oder vielem
Schwemmgut zu erreichen. Diese Öffnung dauert mehrere Stunden. |
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Bei Hochwasser der Elbe werden zunächst die Pretziener
Nachtweide und die Dornburger Niederung überflutet, hier können ca. acht
Millionen Kubikmeter Wasser zurückgehalten werden. Bei weiter steigendem
Pegelstand und wenn keine weiteren Wassermassen hier aufgenommen werden
können wird das Pretziener Wehr geöffnet. |
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Durch das Wehr fließen je nach Pegelstand mehr als 600 m³ Wasser pro Sekunde
durch den Umflutkanal, dem Flusslauf der Alten Elbe, dass sind ca. 35%
der Wassermassen der Elbe. Diese fließen dann wieder bei Biederitz
(hinter Magdeburg) in die Elbe, die Städte Magdeburg und Schönebeck
werden so wirkungsvoll vor größeren Überschwemmungen bewahrt. |
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Nach dem Abfließen der Hochwasserspitze und Erreichen
eines Wasserstandes von 5,25 m am Pegel Barby wird das Pretziener Wehr
wieder geschlossen. Im Anschluss wird das
Dornburger Siel
geöffnet, um das Wasser von den überfluteten Wiesen ablaufen zu lassen. |